Abstract

Ausgehend von dem Gedanken, ob man als Designer wie Sherlock Holmes handeln könnte, um die perfekte Lösung für ein Gestaltungsproblem zu finden, werden in der Arbeit »Aisthesis & Poiesis« die Methoden des Detektivs auf den Gestaltungsprozess übertragen, um einen Mehrwert für das Kommunikationsdesign zu erhalten. Die Erkenntnisse aus dieser Ermittlung werden dann genutzt um ein Konzept für ein Magazin zu entwickeln. 

Aisthesis steht im Sinne der Semiotik für das Wahrnehmen von Zeichen, während Poiesis für das Schaffen dieser steht. So ergeben sich zwei Pole: die Interpretation und das Setzen von Zeichen. Sherlock Holmes nimmt Zeichen an Tatorten, Menschen oder Gegenständen bewusst wahr und verbindet so die Wirkung mit einer möglichen Ursache, also einer Erklärung. Somit ist er, als der, der Zeichen interpretiert, der Aisthesis zuzuordnen. Als Gestalterin verwende und setze ich Zeichen, um Botschaften zu übermitteln und eine Wirkung zu erzielen. Insofern ist das Kommunikationsdesign der Poiesis zuzuordnen, da es mit einem Schaffensprozess verbunden ist. 

Sherlock Holmes stammt aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle. Dieser schlüpfte in die Rolle des Dr. Watson und begleitete den Meisterdetektiv in 60 Erzählungen und Romanen, die ab 1891 im »Strand Magazine« erschienen und den Beginn der Erfolgsgeschichte des Krimis markieren. 

Das entwickelte Magazin »Watson« begleitet das Genre als Chronist des Krimis und erzählt von Kriminalgeschichten, deren Figuren und Schauplätzen. Im Schwerpunkt der ersten Ausgabe versammeln sich unter anderem eine Reportage mit Fotostrecke zu Sherlock Holmes’ Vermächtnis in London, ein Interview mit einer Sherlock-Holmes-Expertin und ein Essay über Sherlock Holmes in Taiwan. Außerdem wird eine Autopsie vorgenommen, von der Criminale in Graz berichtet sowie ein Verhör und eine Befragung durchgeführt. 

watson-mag.de 

Watson

Aisthesis & Poiesis