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GRENZENLOSWERDEN

Die Deutschen verhalten sich im Ausland wie Trampeltiere. Sie machen sich nicht die Mühe, zumindest einige Wörter der fremden Sprache zu lernen und die Bräuche der Kultur zu achten. Kaum wird man als Deutscher erkannt wird man schon vollgequatscht von Leuten die man nicht kennt, als wäre man beste Freunde. Wenn die Deutschen etwas sensibler wären für die Sitten fremder Kulturen, würden sie sich vielleicht nicht so schwertun, die Flüchtlinge und Einwanderer im eigenen Land zu akzeptieren. 

Die meisten suchen sich ihren All-Inclusive-Urlaub online aus. Diese Reiseveranstalter werben meist mitbilligen Preisen für Pauschalurlaube, die es den Menschen nicht ermöglichen die Kultur eines Landes kennen zu lernen, da sie die Tage am eingezäunten Hotelpool verbringen, mit anderen Deutschen auf den Nachbarliegen. Nicht einmal zum Essen muss das Hotel verlassen werden.

Die Kampagne »Grenzenloswerden« richtet sich an die Menschen, die ihr Leben überwiegend an einem Ort verbracht haben und selbst im eigenen Land nur wenig andere Gegenden gesehen haben, oder solche, die Angst und Vorurteile gegenüber fremden Kulturen haben. Die Kampagne bestärkt diese Menschen darin, mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen, ihren Horizont zu erweitern, die Angst vor der Fremde zu überwinden, ihr eigenes Handeln zu reflektieren und sie macht Mut, sich auf fremde Menschen und Kulturen einzulassen. 

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Das Konzept entstand im Masterstudiengang Kommunikationsdesign an der Hochschule Konstanz im Modul Design & Experiment, betreut von Prof. Andreas Bechtold

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